EASL 2013 
Tripletherapie: Probleme bei Leberzirrhose
Amsterdam, 26.04. 2013
Die Tripletherapie mit Telaprevir/Boceprevir
ist insbesondere bei fortgeschrittener Zirrhose risikoreich und wenig
erfolgversprechend.
In den französischen
CUPIC-Studien war die Tripletherapie mit Boceprevir/Telaprevir bei Patienten
mit kompensierter Leberzirrhose mit einer SVR-Rate von rund 40% geringer als in
Zulassungsstudien der Proteasehemmer. In einer österreichischen Beobachtung an
94 Patienten erreichten sogar nur 28% eine SVR.
Gleichzeitig war die
Nebenwirkungsrate deutlich höher. Jeder zweite Patient hatte gravierende
Nebenwirkungen. Bei rund 5% der Patienten kam es zu einer Dekompensation der
Leberzirrhose. Die Mortalität in CUPIC lag bei 2%. Todesfälle gingen
insbesondere auf schwere Infektionen/Sepsis zurück.
Prädiktoren für schwere
Nebenwirkungen waren eine Thrombozytenzahl <90.000/µl und ein Albumin <35
g/dl. Ob schwere Infektionen/Sepsis durch eine prophylaktische Antibiotika-Gabe
verhindert werden können, wurde in den Studien nicht untersucht.
Fontaine
H et al.
SVR12 rates and safety of triple
therapy including telaprevir or boceprevir in 221 cirrhotic non responders
treated in the French Early Access Program (ANRS CO20-CUPIC).
48th
Annual Meeting of the European Association for the Study of the Liver,
Amsterdam, abstract 60, 2013.
Rutter
K et al.
Safety of triple therapy with
telaprevir or boceprevir in hepatitis C patients with advanced liver disease –
predictive factors for sepsis.
48th Annual Meeting of the
European Association for the Study of the Liver, Amsterdam, abstract 65, 2013.
EASL 2013
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